Landesmusikschule Enns - St. Florian - Niederneukirchen - Kronstorf

Fagott

Das Fagott ist eng mit der Oboe verwandt. Es ist etwa 135 Zentimeter lang (Gesamtröhrenlänge: ca. 270 cm) und besteht aus vier Teilen - dem Flügel, dem Stiefel- (stück), dem Baß- oder Mittelrohr und dem Schallbecher (Stürze), die U-förmig miteinander verbunden sind. Das Rohrblatt ist am Ende des so genannten metallenen S-Bogen angebracht, der am Flügel befestigt ist. Das Instrument wird wegen seines Gewichts von einem Tragegurt gehalten und schräg nach rechts am Körper vorbei geführt.

Das Fagott entstand im 16. Jahrhundert und bestand zunächst aus einem einzigen Holzstück. Ab der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts übernahm es die Basslage der Holzblasinstrumente im Orchester. Mit seinen dreieinhalb Oktaven Tonumfang klingt dieses Instrument besonders in den Tiefen reich und voll, in der Höhe etwas klagend und melancholisch. Ein Sinfonieorchester besitzt in der Regel zwei Fagotte, die manchmal durch ein Kontrafagott ergänzt werden, das eine Oktave tiefer erklingt. Es ist sehr viel schwerer als das Fagott und wird deshalb mit einem Stachel auf dem Boden abgestützt.

Eingesetzt wird das Fagott vor allem solistisch und in der Kammermusik, jedoch setzt es sich immer mehr auch im Jazzbereich und der sinfonischen Blasmusik durch.

Das Rohrblatt

Das Mundstück ist ein wichtiger Teil des Fagotts. Da es aus zwei gegeneinanderschwingenden Lamellen besteht, wird es Doppelrohrblatt genannt. Als Material benutzt man vorwiegend Schilfrohr, welches in Südfrankreich extra zu diesem Zweck angebaut wird. 

Alter

Das ideale  Einstiegsalter bewegt sich zwischen 10 und 12 Jahren. Es hängt jedoch von der jeweiligen körperlichen und geistigen Eignung des Kindes ab. Es kann auch schon früher erlernt werden, dann empfiehlt es sich jedoch, zuerst mit einem Quintfagott, welches wesentlich kleiner ist, zu beginnen. Kinder, die gerne singen, haben bessere Voraussetzungen. Ein Kontaktgespräch vor Beginn des ersten Unterrichts mit der betreffenden Lehrperson ist empfehlenswert.

Die Möglichkeit, in Kleingruppen zu musizieren (Duos, Ensembles) wird geboten.

Kosten

Der Neupreis eines Anfängerinstrumentes bewegt sich je nach Typ, Marke und Qualität um 4.000 Euro. Die Landesmusikschule Enns stellt je nach Verfügbarkeit gegen eine Instandhaltungsgebühr von 40 EURO pro Semester Instrumente zur Verfügung (diese Instrumente sind versichert). Eine Absprache mit der Lehrkraft ist sicherlich hilfreich!

 

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